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Das Onlinezugangsgesetz (OZG) im Kontext von Stadt- und Dorf-Apps (2)

Stellen Sie sich vor, Sie stehen in einer Schlange und müssen sich ausweisen. Dabei fällt Ihnen auf, dass Ihr Personalausweis in den nächsten Tagen abläuft. Wäre es nicht praktisch, wenn Sie genau in diesem Moment via App einen neuen Ausweis beantragen könnten? Dies ist nur ein Szenario, das die Relevanz von eGovernment-Leistungen aufzeigt. Und um solche Services digital anzubieten, stellen Stadt- und Dorf-Apps das ideale Medium dar.

Erst etwa die Hälfte der OZG-relevanten Verwaltungsleistungen in Hessen gelten laut OZG-Monitor zum momentanen Zeitpunkt als online verfügbar. Lesen Sie in diesem zweiten Teil der Beitragsreihe zum Onlinezugangsgesetz, warum dies ein interessantes Thema im Kontext von Smart City bzw. Smart Region Apps ist und wie es in der Umsetzung aussehen kann.

Die Smart City App als Plattform

Die Distama GmbH hat sich auf die Konzepte „Smart City“ und „Smart Region“ spezialisiert. So konnte bereits einiges an Erfahrung in der Entwicklung und Pflege von Stadt- und Dorf-Apps gesammelt werden. Derzeit zieht das Onlinezugangsgesetz viel Aufmerksamkeit auf sich. Und solche Apps stellen die passende Plattform für eine nutzerfreundliche, digitale Abbildung von Verwaltungsleistungen dar. Denn im App-Format können solche Vorgänge den Bürgern mit wenig Entwicklungsaufwand oft schneller, übersichtlicher und einfacher zugänglich gemacht werden. Sowieso besitzen laut Statista knapp 90 Prozent heutzutage ein Smartphone, was ein weiteres Argument für Apps darstellt. Natürlich lassen sich neben OZG-relevanten Leistungen in einer solchen Anwendung auch jegliche anderen städtischen Services integrieren. Interessierten steht die Distama gern als Wegbereiter für solche Digitalisierungsvorhaben zur Seite und unterstützt sie dabei, ihre Services in einer City-App abzubilden.

Anwendungsbeispiele aus Giessen App und Mein Duisburg App

Das OZG ist ein Thema, das alle Verwaltungsbereiche dominiert. Und obwohl es aktuell zu Verzögerungen kommt und deshalb ein OZG-Booster festgelegt wurde, gibt es jetzt schon Städte, die solche Services in ihren Stadt-Apps abbilden und zeigen, dass es gut funktioniert. So gibt in der “Giessen App” beispielsweise einen auf die eigene Adresse abgestimmten Abfuhrkalender, der via Push-Mitteilung daran erinnert, die Tonnen rauszustellen, und einen Mängelmelder, mit dem Bürger auf Defekte und Beschädigungen in der Stadt aufmerksam machen können. Auch eine Smartparking-Funktion findet sich in der Anwendung. Dadurch erfahren Nutzer, wo sie in der Stadt einen freien Parkplatz finden können. Die Daten können dabei ganz im Sinne des „Smart City“-Konzepts über Sensoren via des kabellosen, städtischen LoRaWAN Kommunikationsnetzes übertragen werden.

Ein Schritt im Sinne des OZG wäre beispielsweise die Integration der sogenannten Bürgerkontos in solche digitalen Lösungen. Ein Beispiel ist das Servicekonto.NRW, das demnächst in die „MEIN DUISURG“ App integriert sein wird. Die Integration des Bürgerkontos stellt eine zuverlässige Authentifizierungsmöglichkeit für Anwendungen dar. Dadurch können Bürger mithilfe ihrer digitalen Identität ganz einfach Angelegenheiten erledigen, für die sie sonst im Stadtbüro antreten müssten.

Onlineterminvergabe „ontever“

Ein weiteres Produkt der Distama bzw. der Fabrik19 AG, das sich auch insbesondere während der Pandemie als äußerst praktisch erwiesen hat, ist das Onlineterminvergabe-Tool „ontever“. Diese Digitallösung ermöglichte es unter anderem dem Stadtbüro Gießen, dem Amt für soziale Angelegenheiten und den städtischen Museen, auch während der Coronapandemie sicher und zuverlässig Termine zu vergeben. „ontever hat sich einfach per iFrame in unsere Website einbinden lassen. Wir planen bereits, ontever auch in anderen Fachämtern einzuführen“, so Sabrina Bechtle, Verantwortliche für die Projektsteuerung und stadtweite Organisationsentwicklung bei der Stadt Gießen. Auch die Stadtwerke Gießen machen von diesem Online-Tool Gebrauch.

Durch die gesammelte Erfahrung auf diesem Gebiet besitzt die Distama GmbH als Experte für Smart Cities also das entsprechende Knowhow, um die Kommunen bei der Digitalisierung ihrer Verwaltungsservices, insbesondere der Herausforderung OZG 2022, zu unterstützen und eine intuitive, qualitative Bedienung auf unterschiedlichen Geräten zu gewährleisten. Kontaktieren Sie uns gerne mit Ihrem Anliegen.

Den ersten Teil dieser Beitragsreihe finden Sie hier.

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